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Datum: 03.12.2020

Amelie Schiprowski erhält den Deutschen Wirtschaftspreis von der Joachim Herz Stiftung

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Für ihren Beitrag zur Arbeitsmarktforschung wurde Amelie Schiprowski am 3. Dezember mit dem Deutschen Wirtschaftspreis der Joachim Herz-Stiftung ausgezeichnet.

Amelie Schiprowski erhielt den mit 25.000 Euro dotierten ersten Preis für Nachwuchswissenschaftler für ihren Artikel zur Rolle von Fallmanagern bei der Jobvermittlung von Arbeitslosen. Der zweite und dritte Preis gingen an Jan Nimczik von der European School of Management and Technology in Berlin und an Hanno Foerster vom Boston College, USA. Der Ökonom Bernd Fitzenberger, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg, erhielt den mit 150.000 EUR dotierten Preis für das beste Forschungswerk.

Amelie Schiprowski untersucht in ihrem Beitrag, welche Rolle Fallmanager bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt spielen. Sie zeigt, dass eine Betreuung durch qualifizierte Fallmanager die Chancen auf eine erfolgreiche Jobvermittlung deutlich erhöht. Amelie Schiprowski wurde 2018 an der Universität Potsdam promoviert. Seit 2019 ist sie Juniorprofessorin am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bonn. Sie gehört dem Institut für Angewandte Mikroökonomik und dem Exzellenzcluster ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln an.

Der Deutsche Wirtschaftspreis der Joachim Herz Stiftung wird seit 2016 alle zwei Jahre für herausragende interdisziplinäre Forschung in den Wirtschaftswissenschaften vergeben. „Wir wollen mit dem Preis Forscher auszeichnen, die über die Grenzen ihrer Disziplin hinausblicken und sie damit weiterentwickeln. Unsere vier Preisträger machen das beispielhaft, indem sie Ansätze aus der Soziologie oder der Psychologie in ihre Arbeit einbeziehen. Und zusätzlich geben sie wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit unserer Arbeitswelt. Etwa, indem sie sich mit den Folgen von Digitalisierung und Technisierung für den Arbeitsmarkt auseinandersetzen“, sagte Dr. Henneke Lütgerath, Vorstandsvorsitzender der Joachim Herz Stiftung, anlässlich der Preisverleihung.

Hamburgs Wissenschaftssenatorin unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung von Forschung. „Die herausragenden Forschungsarbeiten der Preisträgerin und der Preisträger untersuchen von grundlegenden Reformen bis zu Unterhaltszahlungen die vielfältigen Einflüsse auf unseren Arbeitsmarkt. Damit geben sie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Arbeitswelt, die aktuell – vor allem durch die Corona-Pandemie – große Veränderungen durchläuft. Diese Projekte sind gelungene Beispiele dafür, wie wichtig Wissenschaft und Forschung für unsere Gesellschaft sind. Wir brauchen wissenschaftliche Erkenntnis als Innovationsgeberin und als faktenbasierte Grundlage politischer Entscheidungen. Ich danke der Preisträgerin und den Preisträgern für ihr Engagement und gratuliere ihnen herzlich zum Deutschen Wirtschaftspreis!“, so Fegebank.

Mehr dazu: https://idw-online.de/de/news759257


Kontakt für die Medien:
JProf. Dr. Amelie Schiprowski
Tel.: 0228/73-9206
E-Mail: amelie.schiprowski@uni-bonn.de

 

(c) Joachim Herz Stiftung/Claudia Höhne

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