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Date: Aug 17, 2020

Auswege aus der Wirtschaftskrise: Top-Ökonomen formulieren Grundsätze für eine erfolgreiche Bewältigung

Seit Beginn der Corona-Pandemie stecken viele europäische Länder in einer Rezession. Um die wirtschaftlichen Folgen besser abzufedern, formulieren führende Wirtschaftswissenschaftler, darunter die Ökonomen Moritz Kuhn und Christian Bayer von der Universität Bonn, in einem offenen Brief Grundsätze für die Wirtschaftspolitik um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise zu bewältigen.

In dem Schreiben, das auf dem Politikanalyseportalen VoxEU und der deutschsprachigen Internetplattform „Ökonomenstimme“ veröffentlicht wurde, schlagen die Ökonomen verschiedene Maßnahmen vor und beschreiben Leitlinien für die Politik, die europaweit und frei von nationalstaatlichen Interessen zu empfehlen seien. Wichtig sei es derzeit vor allem, Haushalte, die von der Krise getroffen seien, kurzfristig durch Transferleistungen zu helfen die ökonomischen Folgen der Krise abzufedern. Transferzahlungen bieten darüber hinaus die wichtige Möglichkeit, Einschränkungen aufrecht zu erhalten, um die Gesundheitssituation unter Kontrolle zu behalten. Die Ökonomen empfehlen außerdem, mit einem Strukturwandel – wie aus der Klimapolitik gefordert – zu warten. Diesen anzugehen sei erst sinnvoll, wenn sich die Lage stabilisiere. Ansonsten drohe eine weitaus tiefere Rezession. Politische Unsicherheiten müsse man über klare Kommunikation reduzieren und frühzeitig mitzuteilen, welche politischen Regeln auf die Gesellschaft zukämen. Die Politik müsse sich bemühen, heute schon Pläne für verschiedene Szenarien zukünftiger Entwicklungen zu formulieren und zu kommunizieren.

Moritz Kuhn ist Professor für Wirtschaft an der Universität Bonn und gehört dem Exzellenzcluster ECONtribute an. Er sagt: „Wichtig ist es auch, die internationale Zusammenarbeit weiterhin zu stärken, Informationen innerhalb der Staatengemeinschaft auszutauschen und zu überprüfen wo von Best-Practices gelernt werden kann. So kann populistischen Strömungen vorgebeugt werden.“ 

Zum Originaltext auf VoxEU

Zum deutschen Beitrag auf der Ökonomenstimme

 

 

Kontakt zum Autor:

Prof. Dr. Moritz Kuhn
Institut für Makroökonomik und Ökonometrie
Universität Bonn
Tel. 0228/7362096
E-Mail: mokuhn@uni-bonn.de

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