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Qualitätssicherung III: Studienreform und Reakkreditierung (2010 -12)

Nachdem es in beiden Studiengängen die ersten Absolventen gab und somit die Möglichkeit, alle Phasen des Studium zu betrachten, ging der Qualitätssicherungsprozess in die nächste Stufe. Durch den „Bildungsstreik“ sowie die bevorstehende Reakkreditierung des Bachelorstudiengangs „Volkswirtschaftslehre“ und des Masterstudiengangs „Economics“ nahm das Thema zusätzlich an Fahrt auf. Ziel ist es, im Rahmen einer umfassenden Studienreform, die auch eine generelle Überarbeitung der Prüfungsordnungen beinhaltet, die Qualität der bisherigen Studienprogramme in ihrem Studienumfeld weiter zu verbessern. Studierende und Fachvertreter sind dabei intensiv in einen gemeinsamen Kommunikationsprozess eingebunden sind.

Organisation

Die Organisation des weiteres Qualitätssicherungsprozesses beruht auf drei Säulen:.

Erste Säule: Studienmanagement

Durch die Einbindung in die Studienberatung des Wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungsamtes und durch enge Zusammenarbeit und Kommunikation mit der der Fachschaft VWL (z.B. Erstsemester-Einführung, Dozentenranking) konnten durch das Studienmanagement über einen längeren Zeitraum die Studiengänge beobachtet und Problemfelder identifiziert werden. Die Ergebnisse wurden in drei Studiengangsentwicklungsberichten zusammengefasst und den Gremien (Prüfungsbeirat, Fachbereich) vorgestellt.

Zweite Säule: AG WERT

Auf der Basis eines Fachbereichsbeschlusses wurde die AG WERT (Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftswissenschaften für Evaluation, Reakkreditierung und Total Quality Management) gegründet. Die Arbeitsgruppe, die gleichzeitig Evaluationsgruppe im Sinne des § 5 LEvO (Evaluationsordnung für Lehre und Studium der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom 4.08.2008) ist, konzentriert sich derzeit auf die Reakkreditierung der wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge mit dem Ziel einer Weiterentwicklung dieser. Die Arbeitsgruppe ist mit drei Professoren, zwei Wissenschaftlichen Mitarbeitern und zwei Studierenden und der Evaluationsbeauftragen als Leiterin besetzt. Weitere Studierende und Fachvertreter werden als Gäste zu den Beratungen eingeladen.

Dritte Säule: Prüfungsordnungs-AG

Parallel zur AG WERT überarbeitet die Prüfungsordnungs-AG die Prüfungsordnungen im Hinblick auf die von der AG WERT empfohlenen Maßnahmen. Die Entwürfe werden mit der Fachschaft der Studierenden, in der AG WERT und in den Gremien diskutiert.

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Säulenmodell

 

Kommunikationsprozess

 

Abb. 2: Säulen des Kommunikationsprozesses

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Vernetzung und Kommunikation


Der Fachbereich wurde in den Gremiensitzungen des Sommersemesters 2010 über die laufende Arbeit der AG WERT informiert. In seiner ersten Sitzung am 23.04.2010 wurden die Eckpunkte der Weiterentwicklung des Bachelorstudiengangs gebilligt und der Auftrag erteilt in gleicher Weise den Masterstudiengang „Economics“ zu überarbeiten.

In einem Runden-Tisch-Gespräch mit dem Fachbereichsvorsitzenden, weiteren Fachvertretern und mit Studierenden wurden am 18.06.2010 mit den Studierenden unter Bezug auf die Arbeitsergebnisse der AG WERT die Ergebnisse der Studierendenumfrage der Fachschaft vom Januar/Februar 2010 diskutiert und die Ergebnisse in einen ersten Entwurf einer neuen Bachelorprüfungsordnung mit aufgenommen.

In der Sitzung des Wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichs am 2. Juli 2010 konnte dieser 1. Entwurf der neuen Prüfungsordnung für den Bachelorstudiengang vorgelegt werden, der nach der Billigung zur Begutachtung an das Justiziariat weiter geleitet wurde. Ebenfalls auf der Sitzung wurde das Konzept für die Weiterentwicklung des Masterstudiengangs vorlegt und gebilligt.  Die Fachschaftsvertreter wurden über das Gremium des Fachbereichs ständig über den Prozess informiert.

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Geplante Maßnahmen und nächste Schritte

Bachelorstudiengang


Nach einstimmiger Einschätzung aller Beteiligten erwies sich die bisherige Konzeption des Bachelorstudiengangs als solide und erfolgreiche Basis. Insbesondere wurde die Dreiteilung des Studienprogramms in

  • einen Pflichtbereich, der allen Studierenden hinsichtlich der Berufswahl eine breites Wissen und einer vertiefenden Methodenkenntnis und Lösungskompetenz vermittelt,
  • einen fachgebundenen Wahlbereich, dessen Lehrangebot unterschiedliche Spezialisierung eröffnet und
  • einen nicht fachgebundenen Wahlbereich, der eine Zusatzqualifikation in einem weiteren nicht-wirtschaftlichen Fachgebiet ermöglich und damit die Berufsfähigkeit deutlich erhöht,

als besonderes Merkmal der Ausbildung in Bonn positiv gewertet. Diese Grundkonzeption des Studiengangs bleibt daher unangetastet. Die bisherigen Handlungsfelder der Qualitätssicherungsmaßnahmen:

  • Studienplanung / Studiengestaltung
  • Vermittlung von Lehrinhalten
  • Lernunterstützung
  • Studienumfeld
  • Internationalität


wurden unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Diskussion um das Handlungsfeld

  • Studierbarkeit

erweitert.

Wesentliche Kennzeichen der veränderten Struktur des Studienplanes sind hierbei

  • Reduktion der Anzahl der Klausurprüfungen
  • die Einführung eines auf die Anforderungen der Abschlussarbeit vorbereitenden Proseminars,
  • die Beibehaltung des nicht-wirtschaftswissenschaftlichen Wahlbereiches und dessen Verlagerung auf den zweiten Studienabschnitt,
  • die Profilgestaltung im dritten Studienabschnitt, die eine individuelle Schwerpunktbildung erlaubt und
  • Verlagerung der Studienabschlussarbeit auf das 6. Fachsemester.

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Masterstudiengang


Auch die Grundkonzeption des viersemestrigen Masterstudiengangs wurde als erfolgreich beurteilt, insbesondere

  • der Einstieg in das Masterprogramm über sogenannte Basismodule
  • und die Weiterführung in sogenannte Aufbaumodule in verschiedenen Schwerpunkten.

Die geplanten Veränderungen zielen auf eine Verstärkung der individuellen Profilbildung, die es den Studierenden ermöglicht, eine bewusste Schwerpunktbildung zu verfolgen.

Wesentliche Kennzeichen sind hier:

  • Zukünftig Wahl zwischen breiter Schwerpunktbildung (drei bis vier Schwerpunkte) oder konzentrierter Schwerpunktbildung (zwei Schwerpunkte).
  • Einführung eines Projektseminars, in dem intensiv an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt werden soll.

In den nächsten Schritten werden der Entwurf der neuen Master-Prüfungsordnung erstellt und die Übergangs- bzw. Wechselbedingungen für Studierende ausgearbeitet. Parallel dazu werden Vorbereitungen für die Umsetzung einzelner geplanter Maßnahmen getroffen. In den Gremiensitzungen des Wintersemesters 2010/11 sollen die weiteren erforderlichen formalen Beschlüsse zur Umsetzung der Weiterentwicklungen getroffen werden.

Etwa Mitte des Wintersemesters 2010/11 wird es Informationsveranstaltungen über die geplanten Änderungen für alle Studierenden des Fachbereichs geben. Geplant ist, dass die neue Bachleorprüfungsordnung zum 01. April 2011 und die neue Masterprüfungsordnung zum 01.10.2011 in Kraft treten.

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