JOSUA ist eine moderne, flexibel konfigurierbare Software für sicheres Remote Computing. Sie ermöglicht Forschenden weltweit einen geschützten Zugang zu sensiblen Datensätzen, die aus Datenschutz- oder Nutzungsgründen nicht direkt bereitgestellt werden können. Die Software bietet eine effiziente und sichere Alternative zur herkömmlichen Datenbereitstellung und lässt sich dank ihres anpassbaren Automatisierungsgrads exakt an die Vorgaben verschiedener Datenanbieter anpassen.
Die Software wurde ursprünglich vom Institute of Labor Economics (IZA) entwickelt und am dortigen International Data Service Center (IDSC) aufgebaut. Unter anderem setzen das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) JOSUA ein. Über den Fernrechenzugang können Forschende beispielsweise auf vielfältige IAB-Datensätze wie das IAB-Beschäftigtenpanel zugreifen.
Mit der Übernahme stärkt die Universität Bonn ihre Infrastruktur für datenintensive Forschung. Forschende profitieren von einem dauerhaft verfügbaren, professionell betreuten Zugang zu komplexen Datensätzen, während Datenanbieter auf eine etablierte und datenschutzkonforme technische Lösung zurückgreifen können.
Die technische und organisatorische Überführung startet am 1. Januar 2026. Zu Beginn des Jahres verstärken David Schöpf und Dominik Wasielewski das Team und übernehmen zentrale Aufgaben in der Weiterentwicklung und Betreuung der Software.